Herzlich willkommen...

.....bei den Braunschweiger Jägern 1776 - Verein zur Förderung der Braunschweigischen Militär- und Zivilgeschichte des 18. Jahrhunderts e.V.!!

Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) war das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel - wie so viele andere deutsche Fürstentümer auch - finanziell völlig ruiniert. Da boten zum Jahreswechsel 1775/1776 unerwartet die Streitigkeiten Englands mit seinen nordamerikanischen Kolonien die Möglichkeit einer umfassenden Finanzspritze. Die welfischen Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel hatten stets zu ihren englisch-hannoverschen Cousins gute Beziehungen unterhalten, so dass es ganz natürlich war, dass England, als es in Schwierigkeiten kam, sich zuerst an die altbewährten Verbündeten aus dem Siebenjährigen Krieg, darunter zuvörderst Braunschweig, wandte, zumal Frankreich offen für die rebellischen Kolonisten eintrat. Letztlich unterzeichnete Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel am 9. Januar 1776 den angebotenen, für das Land Braunschweig sehr vorteilhaften Subsidienvertrag, der die Stellung von mindestens 4300 braunschweigischen Soldaten für den Kriegsdienst auf englischer Seite vorsah.

Die von uns dargestellten "Braunschweiger Jäger", eigentlich die 2. (Jäger)Kompanie von Major Ferdinand Albrecht von Barners Combiniertem und Jäger-Bataillon, waren zusammen mit den anderen Soldaten aus dem Braunschweiger Land zunächst nach Kanada kommandiert, um das Land vor den eindringenden "Rebellen" zu schützen. Noch im Jahre 1776 gelang es den vereinigten englischen und braunschweigischen Truppen, die Amerikaner endgültig aus Kanada zu vertreiben und die Grenzforts zu sichern.

Warum Braunschweiger Jäger ?

Wir haben uns das Thema "Braunschweiger Jäger" als historische Darstellungsgruppe ausgesucht, weil wir hier ein Stück deutscher, speziell braunschweigischer Geschichte, aber auch der amerikanischen und ganz besonders natürlich der kanadischen Geschichte aufgreifen und darstellen können. Wir sind in erster Linie bemüht, Leben und Zeit des 18. Jahrhunderts darzustellen. Es geht uns nicht um die Verherrlichung militärischer Ideen. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir möchten so detailgetreu wie möglich nachvollziehen, wie die Menschen im 18. Jahrhundert gelebt haben. Anhand historischer Quellen versuchen wir, ihren Alltag darzustellen - mit allen Schwierigkeiten der damaligen Zeit, angefangen vom Feuerentfachen mit Stahl und Zunder bis zum Leben im Zelt unter einfachsten Umständen.